Das Insektensterben

Das Bienensterben ist in Aller Munde. Jedoch brauchen wir uns um die Honigbiene keine Sorgen zu machen, denn die hat ja uns Imker. Aber die anderen Insekten haben niemanden der sich um sie kümmert, und da hat das große Insektensterben bereits begonnen. Mittlerweile gibt es Weltweit ausreichend Studien, die das Insektensterben belegen. Die bekannteste ist die Krefelder Studie. In und um Krefeld hat ein kleiner Verein (Entomologische Verein Krefeld) über Jahre Insektenfallen aufgestellt und die gefangen Tiere gewogen und bestimmt. Dort wurde festgestellt, das die Masse, also das Gewicht der gefangen Insekten, in 27 Jahren um 76 % zurückgegangen ist.

Einige Wissenschaftler sprechen bereits jetzt vom sechsten Massensterben, das letzte große Massensterben war vor 66 Millionen Jahren und betraf die Dinosaurier.

Daher wird es höchste Zeit, dass wir unser Verhalten ändern, da die Ursache diesmal menschengemacht sind. Aber weshalb sterben denn nun unsere Insekten?

Ursachen des Insektensterbens

Wie immer sind die Ursachen vielfältig und deshalb nicht immer eindeutig zu benennen. Nachfolgend beschreiben wir aus unserer Sicht die wichtigsten Faktoren.

Pestizide - Gift nicht nur auf Äckern

Pestizide vernichten Insekten, mehr über Pestizide erfährst Du hier.

Nahrungsmangel


Ob durch Monokultur oder Bebauung den Insekten fehlt es an Nahrung, hier erfährst Du mehr.

Klimawandel

Die Krefelder Studie konnte nachweisen, dass der Klimawandel sich nicht so stark auf die Anzahl der Insekten auswirkt. Es gibt Insekten, die leiden unter dem Klimawandel, andere scheinen davon zu profitieren. Das Gleichgewicht von Nützlingen und Schädlingen wird sich dadurch wahrscheinlich verschieben.

Was jedoch klar ist, auch bei den Insekten hat der Klimawandel deutliche Auswirkungen. Einige Beispiele findest Du hier.

Lichtverschmutzung


Ob aus dem Weltraum oder in der Natur, die Orte an denen es auch nachts hell ist sind nicht zur übersehen, auch die Intensität nimmt stetig zu. Viele Insekten werden vom Licht angelockt und dadurch zur leichten Beute, denn räuberische Insekten (z.B.: Spinnen und Hornissen) haben gelernt, dass sie dort leichte Beute machen  können. Auch stört Licht den Lebenszyklus vieler nachtaktiver Insekten.